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Mehr als vierzig Jahrgänge sind bereits zugänglich. Bis 2012 wurden mehr als 15 Millionen Seiten abgerufen.

Laufende Verbesserung des Angebots
Mit der Öffnung des Archivs der Jahrgänge 1945 bis 1989 wurde ein erster, sehr großer Schritt gesetzt. Jetzt wird in den Hunderttausenden Seiten laufend nachgebessert und die Nutzbarkeit der Website selbst überprüft. Die beste Kontrollgruppe dafür sind Tausende User der Website und deren Rückmeldungen zu Brauchbarkeit, etwaigen Digitalisierungsfehlern und Verständlichkeit der Userführung.

In einem Forschungsprojekt des IMK der Universität Klagenfurt werden gemeinsam mit den Entwicklern die Nutzungsdaten laufend ausgewertet und damit erstmals Informationen über Leserinteressen und bestmögliche Gestaltung von Zeitungsarchiven im WWW gewonnen. Erweiterungen des Angebotes der AZ selbst sind in Vorbereitung - aber, da das Projekt bisher großteils privat finanziert war - ist weiterer Ausbau in Umfang und Qualität nunmehr von Sponsorings und Unterstützung von Entwicklung und Produktion abhängig.
Das Interesse der User weltweit ist evident: täglich recherchieren im Durchschnitt etwa 400 Menschen im Archiv. Ab der Öffnung 2004 bis 2012 wurden rund 15 Millionen Seiten der Arbeiter-Zeitung abgerufen. Eine Archivleistung - rund. 400 Besucher täglich - die kein analoges Archiv erbringen könnte.

Ein Jahrhundert zurück
In einem logischen nächsten Schritt des AZ-Ausbaus ist die Retro-Digitalisierung der Ausgaben zurück bis zum Gründungsjahr 1889 möglich. Geplant ist hier eine Aufarbeitung aus Papier-Originalen. Bei den Jahrgängen nach 1945 war die Entscheidung für die Bearbeitung von Mikrofilm gefallen. Durch die Abnahme aus der Papierversion würde für die ersten Jahrzehnte nicht nur höhere Einzelbildqualität erzielt, sondern ließen sich außerdem weitere Vergleichsdaten von Mikrofilm- und Papierverarbeitung gewinnen.

Als kleine, aber ebenfalls relevante Erweiterung ist die Schließung jener Lücke geplant, die in den Nachkriegsjahren im AZ-Archiv noch vorliegt: Die weitere Digitalisierung der Zeitungsbeilagen "Thema" und "Journal" für die Jahre 1980 bis 1985, sowie die Einarbeitung der letzten beiden Erscheinungsjahre 1990 und 1991, als die AZ nach ihrem Verkauf durch die SPÖ in wechselnder Eigentümerschaft, zuletzt vor allem durch Privat-Initative der Redaktion und von Sponsoren, erschienen war. Die letzte Ausgabe wurde am 31.10.1991 herausgegeben.

Produktionsziel ist damit die Vollständigkeit des Archivs der Arbeiter-Zeitung rückwirkend bis 1889 an einem Ort gebündelt.
Laufender Betrieb ebenso wie Erweiterungen und Verbesserungen werden derzeit ausschließlich aus privaten Mitteln der Initiatoren, insbesondere Kaltenbrunner Medienberatung, finanziert. Eine Beschleunigung des geplanten Ausbaus ist von zusätzlicher Unterstützung aus Sponsoring oder Digitalisierungsförderung abhängig.

Suche im Volltext
Bereits in der Entwicklungsphase des AZ-Archivs wurden von Kaltenbrunner Medienberatung und scharf_net mit internationalen Partnern Versuche zur Volltexterfassung der Zeitungsinhalte gemacht. Die sogenannte OCR-Bearbeitung retrodigitalisierter Printmaterialien ist eine der spannendsten Innovationsfragen in diesem Forschungsbereich. Vor allem bei der Fülle von tagesaktuellem Zeitungsmaterial über Jahrzehnte geht es um die Entwicklung geeigneter und vor allem effizienter Verfahren, die mit möglichst hoher Treffergenauigkeit eine große Datenmenge verarbeiten und erfassen können.

In diesem Bereich der Forschung und Entwicklung wollen die Projektpartner - allerdings noch abhängig von zusätzlichen Finanzierungshilfen - anhand des nunmehr frei zugänglichen Archivs der Arbeiter-Zeitung weiter arbeiten, bzw. bereits entwickelte Verfahren auf mehrer Jahrgänge der Arbeiter-Zeitung anwenden. Anhand der Ausgabe der AZ vom 22. Juni 1978 (Der Tag nach dem 3:2 Sieg des österreichischen Fußball-Nationalteams über Deutschland) werden die Möglichkeiten dieser für alle Archivnutzer interessanten Entwicklung - unter "Testtag" - bereits dargestellt.
Die inzwischen hohe technische Qualität und Nützlichkeit solcher Lösungen wurde vom Projektteam inzwischen auch mit der Digitalisierung der burgenländischen Wochenzeit BF - mit Volltextsuche ab 1922 - dargestellt: www.bf-archiv.at. Für die digitale Arbeiter-Zeitung fehlen uns dafür aber leide derzeit noch die finanziellen Mittel.