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arbeiter-zeitung.at – das offene online-Archiv

Tagesaktuell von 1945 - 1989
arbeiter-zeitung.at ist ein online-Zeitungsarchiv. Auf dieser Website können über das Internet Ausgaben der Arbeiter-Zeitung aus vergangenen Jahrzehnten abgerufen und gelesen werden. Und es ist ein offenes Archiv - ohne Gebühren oder andere Zugangsbeschränkungen.

Das hier verfügbare Archiv gewährte 2004 als erste online-Datenbank der Welt den Zugang zu den Ausgaben einer Zeitung aus dem 20. Jahrhundert über mehr als vier Jahrzehnte – zur Arbeiter-Zeitung von 1945 bis 1989. Insgesamt sind damit rund 200.000 einzelne Tageszeitungsseiten rasch abrufbar – unabhängig von Ort und Zeit.

Mit der einfachen Eingabe von Jahr, Monat und Tag gelangt der interessierte Leser direkt zur gewünschten Ausgabe. Eine detaillierte Beschreibung der Funktionen und Tipps zur Benutzung sind in der Hilfe zu finden.

Die Zeitung im Originalabbild
arbeiter-zeitung.at zeigt die Zeitungsseiten als Abbilder der gedruckten Seiten. Anders als die meisten Archive im Internet wird nicht nur der Text, sondern das gesamte Erscheinungsbild – vom Layout über die Schrift zu den Bildern – den Originalen entsprechend wiedergegeben. Jede Seite wurde dazu digitalisiert und nachbearbeitet, um sie in der nun vorliegenden Form anbieten zu können.

Bei der Entwicklung von arbeiterzeitung.at wurde auch nach geeigneten Verfahren für Volltextsuche in den Zeitungsseiten gesucht, die in einem nächsten Ausbauschritt realisiert werden sollten. Das Ergebnis wird aber bereits jetzt auf arbeiter-zeitung.at am Beispiel eines Testtags präsentiert.

Nähere Informationen über das Projekt und seine Realisierung sind in den Rubriken Projektdetails und Team zu finden.

Ein einzigartiges Archiv im Internet
Bei launch 2004 war arbeiter-zeitung.at die erste derartige Quelle im Internet. Noch immer gibt es weltweit wenig vergleichbare. Offene Online-Archive von aktuell noch erscheinenden Zeitungen reichen in Ausnahmefällen gerade bis Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Historische Bände in Archiven werden meist nur bis die dreißiger Jahre digital im Web angeboten. Informationssuche für frühere Jahre muss meist (noch) unter großem zeitlichem oder auch finanziellem Aufwand in den Tiefspeichern und Archiven großer Bibliotheken oder direkt in Verlagen stattfinden. arbeiter-zeitung.at bietet erstmals die Möglichkeit zur online-Recherche rückreichend bis 1945 und schließt damit eine große Lücke.

Ein Stück (österreichischer) Geschichte
Gegründet 1889, als sozialistisches Zentralorgan, ab 1934 verboten und in die Illegalität gedrängt, ab 1945 aber wieder Sprachrohr der SPÖ und eine der größten Zeitungen des Landes: Die Arbeiter-Zeitung, später: "AZ" war jedoch weit über die Reihen der eigenen Partei hinaus ein wichtiger Kommentator und Chronist des österreichischen Zeitgeschehens. Sie war Tätigkeitsfeld vieler der relevantesten Journalisten, Autoren, Künstler und Politiker ihrer Tage und nicht zuletzt war sie eine der ersten Zeitungen, die nach dem II. Weltkrieg wieder erscheinen konnten (1. Ausgabe).
1989 wurde die AZ von der SPÖ verkauft, 1991 stellte sie ihr Erscheinen ein. Noch in den achtziger Jahren verkaufte sie zwischen 50.000 und 100.000 Exemplare täglich, hatte eine treue Gemeinde von mehreren hunderttausend Lesern - aber für Refinanzierung zu geringe Erlöse aus dem Anzeigengeschäft. Die Titelrechte fielen 1991 an die SPÖ zurück. Sie stellte der Kaltenbrunner-Medienberatung die Nutzungsrechte für diese einzigartige Archiv-Anwendung zur Verfügung.

Über die Relevanz der politischen Teile hinaus verfolgte die Arbeiter-Zeitung auch einen thematischen Universalitätsanspruch - von Sportberichterstattung bis Kulturkritik –, sodass es kaum bedeutende Ereignisse gegeben hat, über die nicht in der AZ zu lesen war und heute wieder online nachzulesen ist. Damit kann das Archiv arbeiter-zeitung.at von wissenschaftlichen bis hin zu privaten Rechercheinteressen ein breites Spektrum bedienen. Eine Auswahl wichtiger Ereignisse aus 44 Jahren österreichischer Nachkriegsgeschichte in der Rubrik Geschichte soll Überblick und Anreiz sein, in der AZ digital zurück zu blicken.